Dies ist ein Reisebericht von einer Gruppe Schülerinnen und Schülern, die ausgezogen ist, um ein fernes und fremdes Land zu entdecken.

Und tatsächlich ist China zuerst ein fernes, fremdes Land. Ganz andere Kulturtraditionen, ein anderes politisches System, dazu noch die enormen Dimensionen der Staatsgröße, der Bevölkerungsdichte und des Verkehrs sprengen die Auffassungsmöglichkeiten ein Jeder, der das Land zum ersten Mal besucht. Nach und nach gewöhnte sich die Besuchergruppe daran und bemerkte die Herzlichkeit und Neugierde der Bewohner Chinas. Es war kaum vorstellbar, dass Bewohner Beijings, einer Millionenmetropole und Hauptstadt des Staates, aus dem Staunen einer hochgewachsenen Ruderin mit blondem Lockenpracht nicht herauskamen. Übrigens formte die gesamte Reisegruppe oft ein beliebtes Fotomotiv der Einheimischen.

Der Anfang des Austausches liegt bei dem Trägerverein Minden-Changzhou, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedes Jahr einen Schüleraustausch zu organisieren, wobei Schülerinnen und Schüler der drei Mindener Gymnasien und der KTG die Möglichkeit haben, das Land China und die Schule in der Partnerstadt Changzhou kennen zu lernen.

Dieses Jahr machten sich 15 angehende EF-ler vom Besselgymnasium, Ratsgymnasium und Herder-Gymnasium auf den langen Weg dorthin, begleitet von ihren Lehrerinnen Silke Schulte-Schulenberg und Daphne Fuchs. Zuerst besuchte und bestaunte die Gruppe die Hauptstadt Beijing mit dem Tian-an-men-Platz, die verbotene Stadt, der Tierallee bei den Ming-Gräbern, der Sommerpalast, die Mauer und den Himmelstempel. Am meisten Spaß machte unseren Schülern der Park hinter dem Himmelstempel, wo ältere Chinesinnen und Chinesen Sport treiben und sich erstaunlich fit halten. Abends wurde das chinesische Essen ausprobiert und zum ersten Mal im Leben ein Hotpot-Essen (eine Art chinesisches Fondue) konsumiert. Der Ausklang des Beijing-Besuchs war ein abendlicher Bummel durch die Fußgängerzone der Hauptstadt. Weiter ging es zum nächsten Aufenthalt in Changzhou mit dem leisen und großzügigen Schnellzug.

Am Bahnhof wurde die Gruppe in Empfang genommen von den Gasteltern, bei denen die Schülerinnen und Schüler die nächsten zwölf Tage verbleiben sollten. Am nächsten Morgen fand die Begrüßung in der Benniu Senior High School statt und da ging das Programm auch schon los. Eine Shopping Mall wurde besucht, eine Flussfahrt und der Besuch der Altstadt formten die Einstimmung auf die Stadt und den ersten Tag. Die weiteren Tage waren prall gefüllt mit einem abwechslungsreichen Mix aus Schulunterricht, bei dem die Gruppe mit den unterschiedlichsten chinesischen Traditionen in Berührung kam. Des weiteren standen Besuche von Freizeitparks, die eine interessante Mischung aus Vergnügen und Lehrreichem boten auf der Tagesordnung. Auch unternahmen die Schülerinnen und Schüler Ausflüge mit ihren Gastfamilien zu unterschiedlichen Zielen.

Manchmal mangelte es an Sprachverständnis, doch das wurde durch die Herzlichkeit der Gasteltern wieder Wett gemacht, die sich um die Schülerinnen und Schüler sorgten, als ob es ihre eigenen Kinder wären. Die Tage in Changzhou vergingen wie im Flug und schon stand der Abschied aus der Schule und von den Gasteltern bevor. Dies wurde gefeiert mit selbst gestalteten Showvorstellungen auf der Bühne in der Aula der Benniu Schule.

Als letzte Station der Reise stand ein mehrtägiger Besuch der Weltmetropole Shanghai bevor. Den jetzt erfahrenen China-Gängern fiel es nun nicht mehr schwer, sich digital das Essen zu bestellen und mit Stäbchen zu essen. Nach dem Besuch von einigen Sehenswürdigkeiten und das Wirken dieser Weltstadt auf die Schülerinnen und Schülern in der Freizeit, war die Zeit in Shanghai schnell vorbei. Die Rückreise klappte reibungslos und am nächsten Tag fing dann auch sofort der Schulalltag wieder an.


Daphne Fuchs und Silke Schulte-Schulenberg

 

            

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