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Für die Klassen 9c und 9e stand am 22.11.2018 ein fächerübergreifendes Projekt mit dem Thema "Mut zum Leben - Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz" auf dem Stundenplan.

Mit dem gleichnamigen Film begegneten die Schülerinnen und Schüler vier außergewöhnlichen Menschen, alle vier Zeitzeugen, die das System des Holocaust und insbesondere das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau überlebt haben. Auf sehr eindrucksvolle Weise dokumentiert der Film die Lebensgeschichte der Hamburger Sängerin Esther Bejarano, der ungarischen Autorin Éva Pusztai-Fahidi, des bekannten Malers Jehuda Bacon und der Sängerin Greta Klingsberg, beide in Israel lebend, und zeigt, wie Menschen den Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus nicht nur überleben konnten, sondern eine besondere Kraft geschöpft haben, für die Bewahrung der Menschlichkeit einzutreten und Mut und Zivilcourage zu leben.
Sehr intensiv wurde der Projekttag durch die Anwesenheit der Film-Autorin Christa Spannbauer, die aus Berlin angereist war. In zwei Workshops erarbeitete die Film-Autorin, die auch immer wieder ihrer eigenen Betroffenheit von der Geschichte der vier Protagonisten Ausdruck verlieh, mit den beiden Klassen teils im intensiven Gespräch, teils in stillen Phasen folgende Fragen:
„Wie kann man das überleben, ohne zu zerbrechen? Wie wird das Erlebte verarbeitet? Sind die Personen hasserfüllt und haben Rachegedanken? Welche Werte halfen beim Überleben? Inwieweit sind die dargestellten Persönlichkeiten ein Vorbild?"
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich besonders beeindruckt vom Lebensmut und der Lebensfreude der vier, von ihrer Bewahrung der Menschenwürde, der Toleranz und ihrem Engagement für Freundschaft und Zusammenhalt und schließlich den in ihrer Kunst gesetzten Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus.



Ein Bezug zur Lebenswirklichkeit der Schüler wurde zum Schluss hergestellt durch die Botschaft Esther Bejaranos an die Jugend verbunden mit der Aufforderung, sich über deren Umsetzung im Alltag Gedanken zu machen:
„Zeigt Zivilcourage. Helft einander. Schaut nicht weg, wenn Unrecht geschieht. Seid aufgeschlossen für ausländische Schüler. Erkennt, dass wir von Menschen, die eine andere Kultur haben, viel lernen können. Und engagiert euch gegen jede Form von Ausgrenzung und Intoleranz.“
Ergänzt wurde die Arbeit durch zwei Workshops im Fach Geschichte, die grundlegende Einblicke in die Geschichte des Antijudaismus und des nationalsozialistischen Antisemitismus bereitstellten.
Das Projekt hat in Kooperation mit dem Hospizkreis Minden stattgefunden und wurde gefördert vom Lokalen Aktionsplan und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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