27 | 07 | 2017

Am 2.2.2017 begaben sich die Lateinkurse von Frau Pasch, Frau Niedermeyer und Herrn Peter auf eine Exkursion nach Hannover, um dort im August Kestner-Museum etwas über die griechische Mythologie und die Bedeutung des antiken Zyperns in Erfahrung zu bringen.

In dem letzten Halbjahr haben sich die Lateinkurse von Frau Pasch und Frau Niedermeyer mit einigen Metamorphosen des antiken Dichters Ovids befasst, welche von Verwandlungsgeschichten aus der antiken Mythologie erzählen, wobei die griechische Mythologie eine besondere Stellung für Ovids Metamorphosen einnimmt. So befasste man sich auch mit der Insel Zypern, die in den Metamorphosen Ovids einen bedeutenden Handlungsort darstellt. Das August Kestner Museum in Hannover besitzt eine große Sammlung an antiken Kunstgegenständen aus dem Mittelmeerraum, wodurch man sich entschied eine Exkursion nach Hannover auszurichten. Um 10:00 fuhren die Kurse  von Frau Pasch, Frau Niedermeyer und Herrn Peter von Minden aus mit dem Zug nach Hannover, wo die Führung im Museum, nach der Ankunft dort, direkt begann. Im Museum wurden zwei Führungen geplant, wobei die eine über die griechische Mythologie und die andere über die Bedeutung des antiken Zyperns war. Die Kurse wurden in zwei Gruppen unterteilt, um so zeitversetzt an beiden Führungen teilzunehmen. Unter der Leitung von Frau Abraham befasste sich die erste Gruppe mit dem antiken Zypern. Dabei wurde die Gruppe in kleinere Gruppen aufgeteilt, welche die Aufgabe hatten bestimmte Fragen zu erarbeiten und die Ergebnisse im Anschluss den anderen vorzustellen. Während der Arbeitsphase waren die Schüler/innen frei sich in der Ausstellung zur zyprischen Geschichte zu bewegen. Bei den Vorstellungen erfuhren die Schüler/innen und die Lehrer viel wissenswertes über das antike Zypern. Vielen ist die Bedeutung Ägyptens, Griechenlands und Roms als die ersten Hochkulturen der Welt bekannt, doch auch Zypern hatte einen großen Einfluss auf den westlichen wie auch östlichen Kulturraum. In Zypern trafen wichtige Hochkulturen aufeinander von den Ägyptern und Persern bis zum antiken Rom. Man könnte auch sagen, dass Zypern der antike „Melting Pot“ der Kulturen war. Dadurch, dass Zypern ein wichtiger Handelsplatz im Mittelmeerraum war, gelangten auch zyprische Kunstgegenstände in andere Handelsstädte des Mittelmeerraums. Abgesehen von dem kulturellen Einfluss Zyperns, spielte es auch eine wichtige Rolle in der griechischen Mythologie. Sie ist die Hauptinsel der Aphrodite (latein. Venus). So ist ihr auch ein antiker Tempel auf Zypern geweiht. Währenddessen befasste sich die zweite Gruppe unter der Leitung von Frau Siebert mit der griechischen Mythologie und antiken Kunstgegenständen. Am Anfang der Führung erzählte Frau Siebert etwas über die verschiedenen Brenn- und Verziertechniken von Keramik in der Antike. Die Schalen und Gefäße illustrieren Sagen, die haargenau per Hand aufgezeichnet wurden, was eine sehr hohe Genauigkeit vom Künstler verlangte, denn nach dem langen Brennverfahren konnte nichts mehr geändert werden. Die Bilder auf den Gefäßen illustrieren antike griechische Sagen wie die des Achilles oder des Minotaurus, der von Theseus erlegt wurde. Zu einigen dieser Werke mussten, wie auch bei der ersten Gruppe, kleinere Gruppen mithilfe von Texten des antiken Autors Vergil  das Thema der Erzählung erarbeiten und  diese später den anderen vorstellen. Bei den Vorstellungen sah man, dass die griechische Mythologie von den Römern, mit leichten Abwandlungen, übernommen wurde.

Als Fazit kann man sagen, dass die Führungen viel Wissenswertes mit sich gebracht haben und in vielen Bereichen eine Erweiterung der Kenntnisse erzielt haben.