Zufall und Wahrscheinlichkeit
MINT-Exkursion ins teutolab-Mathematik der Uni Bielefeld
Die Klasse 6a des Herder-Gymnasiums Minden besuchte das teutolab-Mathematik der Universität Bielefeld. Das teutolab ist ein Mitmach- und Experimentierlabor, das einlädt, Mathematik nicht nur theoretisch zu lernen, sondern durch eigenes Ausprobieren und Forschen ganzheitlich zu begreifen.
Im Mittelpunkt der Exkursion stand für die Klasse 6a ein Workshop zum Thema „Zufall und Wahrscheinlichkeit“. Um 8.30 Uhr wurde die Klasse in der Unihalle von vier studentischen Hilfskräften empfangen. Zum Auftakt ging es in einen Hörsaal, wo ein Dozent die Schüler*innen spielerisch in das Thema einführte. Er machte deutlich, dass Mathematik überall in unserer Welt zu entdecken sei. Mit drei Papierfliegern zeigte er anschaulich, wie wichtig genaues Beobachten, Untersuchen und Vergleichen ist.
Anschließend arbeiteten die Schülerinnen in drei Gruppen in verschiedenen Schulungsräumen zu je einem Schwerpunktthema. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt ein eigenes Forschungsheft, das er im Laufe des Vormittags bearbeitete.
Im ersten Workshop drehte sich alles um Gummibärchen: Wie viele Gummibärchen sind in einer Tüte? Welche Farben kommen vor? Und warum kann es sein, dass in 20 Tüten doppelt so viele rote, wie weiße Gummibärchen gefunden werden, obwohl alle Sorten gleich häufig produziert werden? Besonders spannend war die anschließende Blindverkostung: Können die Schüler*innen den Geschmack erkennen, wenn sie die Farbe nicht sehen?
Im zweiten Workshop beschäftigte sich die Gruppe mit dem Galtonbrett. Dabei lernten die Schüler*innen die Gaußsche Glockenkurve kennen und untersuchten, warum Kugeln unterschiedliche Wege nehmen und weshalb von 170 Kugeln die meisten im mittleren Fach landet.
Nach zwei Workshops folgte eine kurze Führung über den Universitätscampus, unter anderem mit einem Besuch der Bibliothek. Danach ging es in den dritten Workshop. Hier standen besondere Würfel im Mittelpunkt. In spannenden Würfelduellen wurde erforscht, welcher Würfel die besten Gewinnchancen hat: ein Würfel mit nur Dreien, ein Würfel mit zwei Sechsen und vier Zweien oder ein Würfel mit vier Vieren und zwei Nullen? Nach einer praktischen Knobelphase wurden die Ergebnisse mithilfe von Kreuztabellen theoretisch untersucht.
Die Schüler*innen waren den ganzen Tag über sehr aktiv, neugierig und mit viel Freude dabei. Sie konnten anschaulich erleben, wie spannend Mathematik sein kann und wie viel Zufall sich mit mathematischen Methoden untersuchen lässt.

Ein toller und lehrreicher MINT-Tag an der Universität Bielefeld!
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