Logo Erasmus+ am Herder-GymnasiumAm Bahnhof in Minden steht eine Gruppe an Menschen, die spanische Flaggen in den Händen halten. Trotz des regnerischen Wetters erstrahlen die Gesichter der 15 deutschen Schüler*innen, als sie ihre spanischen Austauschschüler*innen in die Arme schließen. Auch die Lehrer*innen und Eltern freuen sich auf die gemeinsame, vor ihnen liegende Zeit. Im September letzten Jahres fand der erste Besuch der Herder-Schüler*innen in Sevilla statt und aus den vielen Erlebnissen und Erfahrungen dort waren bereits erste Freundschaften entstanden, an die der Gegenbesuch nach Minden anknüpft.

Eine aufregende und ereignisreiche Woche liegt vor der deutsch-spanischen Truppe:

Erasmus+ - Gruppe vor dem Schloss in BückeburgSo startet die Woche mit Kaffee, Keksen und einer herzlichen Begrüßung der Schulleiterin Heike Plöger. Nun sollen die spanischen Gäste das Herder-Gymnasium eigenständig und interaktiv erkunden. Mithilfe einer Schulrallye lernen sie unter anderem das Glacis, die Aula und weitere Räumlichkeiten sowie wichtige Personen am Herder kennen. Nach der erfolgreichen Rallye arbeiten die spanischen und deutschen Schüler*innen gemeinsam in Kleingruppen an Projekten. Hierbei wird im Sinne der „active citizenship“ mit dem Thema „European values/ European identity“ auf ein sehr relevantes Thema eingegangen. Am Nachmittag erlebt die Gruppe eine Stadtführung durch Minden „auf Augenhöhe“ dank Ethan Telaar (EF) und Anna Luna Busche (EF). Neben dem Stadtzentrum besichtigen die Schüler*innen auch die Martinikirche inklusive einer Turmbesteigung mit tollem Ausblick.

Nachdem die Schüler*innen am nächsten Vormittag an ihren Projekten weitergearbeitet haben, folgt gegen Mittag die Fahrt zum Schloss Bückeburg. „Very beautiful“, dieser Satz ist die erste Aussage vieler spanischer Schüler*innen, vor allem in Kombination mit den imposanten Pferden und den Pferdestallanlagen. Anknüpfend an diese ersten Eindrücke folgt eine englische Führung durch das Schloss, die auch die Historie beleuchtet. Die Pferdeställe sind nicht die einzigen Ställe, die die spanischen Austauschschüler*innen an dem Tag zu Gesicht bekommen. Unmittelbar in Nähe des Hühnerstalls einer der deutschen Gastfamilien wurden bei einem späteren Treffen typisch spanische Tänze eingeübt – für viele ein besonders lustiger und ungewohnter Moment.

Erasmus+ - Gruppe mit ihren ZertifikatenAm Donnerstag finden die Projekte der Schüler*innen ihren Abschluss. Nach der Präsentation der Ergebnisse in der Mediothek vor den 8. Klassen der Schule, macht sich die deutsch-spanische Austauschgruppe auf zum Bootshaus. Hier erwartet die Schüler*innen eine Einführung in die Kunst des Ruderns. Nach ersten Unsicherheiten gelingt es vielen zum Ende schon gut auf dem Wasser gemeinsam einen Rhythmus zu finden. Das Rudern ist allerdings nicht die einzige sportliche Aktivität, bei der es bleibt: Nach einem typisch deutschem „German Barbecue“ gemeinsam mit den Eltern der deutschen Schüler*innen, präsentieren die spanischen Gastschüler*innen, anknüpfend an die ersten Erfahrungen des Vorabends, wiederum typisch-spanische Tänze: Für die deutschen Schüler*innen ein Einblick in die Kultur der Sevillaner, für die Spanier*innen die Vorbereitung auf die bevorstehende Feria de Abril in der Heimat, das größte und berühmteste Volksfest in Sevilla.

Für den Abschluss der Woche steht eine Exkursion nach Hamburg auf dem Programm. Der Besuch der Elbphilharmonie, der Binnenalster, der Landungsbrücken, der St. Michaelis-Kirche und des Rathauses sind einige der Ziele, die die Gruppe besucht. Somit soll die Atmosphäre der Kulturhauptstadt des Nordens für die spanischen Gäste erfahrbar gemacht werden.

Nach der gemeinsamen Woche versammelt sich die gleiche Gruppe an Menschen wieder bei Regenwetter am Bahnhof. Unter Tränen verabschieden sich die Schüler*innen gegenseitig voneinander und die spanische Gruppe macht sich auf den Weg nach Düsseldorf zum Flughafen. „They come home with suitcases full of wonderful memories.“, posten die Sapnier auf dem Instagram-Kanal ihrer Schule (calacansias_sevilla).

Auch für unsere deutschen Schüler*innen ist diese Zeit eine, die sie ganz besonders geprägt hat wie ein Gastvater in einer Mail zusammenfasst: „Diese Eindrücke und Erfahrungen werden die jungen Menschen ein Leben lang begleiten und wir sehen sie als echten Schatz. Wenn man sieht, was in der Welt um uns herum geschieht, bilden solche Austausche eine wichtige Grundlage für ein friedliches Miteinander.“ Aus diesem Grund freuen wir uns besonders, dass schon einige Schüler des Herders in Erwägung ziehen im kommenden Schuljahr einen längeren Aufenthalt in Sevilla zu realisieren.

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