Verschiedene Arbeiten aus dem Drehtürprojekt liegen auf dem Tisch und können gelesen werden

Wie in jedem Jahr fand kurz vor den Osterferien im Rahmen der Begabtenförderung die Expertentagung unserer diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Drehtürmodells „Forder-Förder-Projekt“ statt. Außergewöhnlich war, dass es wegen der hohen Teilnehmerzahl von insgesamt 25 Kindern gleich zwei Präsentationsveranstaltungen an aufeinanderfolgenden Abenden in der jeweils gut besuchten Mediothek und den angrenzenden Räumen gab.

Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 8 beschäftigten sich ein Schulhalbjahr zusätzlich zu den regulären Unterrichtsfächern eigenständig und mit großem Einsatz mit einem selbstgewählten Thema.

Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war mit der sogenannten „Expertentagung“ nach viel investierter Zeit, eingebrachtem Fleiß und harter Arbeit endlich der große Abend der Präsentationen gekommen, auf den sie lange hin gefiebert hatten.

Mit viel Vorfreude, aber auch mit einer gesunden Portion Anspannung und Nervosität waren unsere kleinen Expertinnen und Experten in die Schule geeilt, um die Produkte ihrer intensiven Arbeit im „Forder-Förder-Projekt“ ihrem Publikum in Form von Vorträgen, Power-Point-Präsentationen und Expertenarbeiten zu präsentieren.

Und das, was das Publikum dort zu sehen und zu hören bekam, war wirklich beeindruckend.

Kinder, die am Drehtürmodell "Forder-Förder-Projekt" teilgenommen habenSouverän und kenntnisreich, so als wäre es ihr tägliches Geschäft, derartige Vorträge zu halten, sprachen die jungen Expertinnen und Experten über so unterschiedliche Themen wie „Giftpflanzen“ und den „3D-Druck“. Eine Expertin beschäftigte sich mit der berühmten Kinderbuchautorin „Astrid Lindgren“.

Tierisch ging es in den Vorträgen „Therapietiere“, „Animal Hoarding“, „Triops“ und „Krokodile“ zu, während die Vorträge „Griechische Götter“ und „Steinzeit“ einen geschichtlichen Schwerpunkt hatten.

Viele Expertinnen und Experten beschäftigten sich in diesem Jahr mit ihren sportlichen Idolen wie, z.B. „Cristiano Ronaldo“, dem Handballverein „SG Flensburg-Handewitt“ oder dem „1. FC Bayern München“. Ein Schüler begeisterte das Publikum nicht nur theoretisch mit seinem Wissen zu der Sportart „Parkour“, sondern zeigte in Form eines Saltos auch eine Kostprobe seines praktischen Könnens.

Eine Schülerin referierte begeistert über das Musical „Starlight Express“. Nicht weniger rasant ging es in dem Vortrag über den Sportwagenhersteller „Lamborghini“ zu. Ein Experte nahm das Publikum mit auf eine spannende Reise durch das menschliche „Verdauungssystem“. Außerdem wurde das Publikum in das Imperium von „Apple“ mitgenommen und durch die Ausführungen zu den Themen „Minecraft“ und „K-Pop“ tauchte es in die virtuelle Welt der Computerspiele und die Musik der Jugend ein. Eine Schülerin beschäftigte sich zudem mit den japanische Zeichentrickserien und -filmen „Anime“, die weltweit populär und insbesondere bei jungen Menschen sehr beliebt sind.

Kinder, die am Drehtürmodell "Forder-Förder-Projekt" teilgenommen habenNachdem eine Expertin mit ihrem außergewöhnlichen Spezialwissen zu dem höchsten Berg der Welt, dem „Mount Everest“ glänzte, machte eine Schülerin in ihrem Vortrag „Irak und Jesiden“ sehr eindrucksvoll darauf aufmerksam, wie wichtig ein friedliches Miteinander ist.

Mit der aktuellen und wichtigen Fragestellung nach „Gentechnik“ und gentechnisch-veränderten Lebensmitteln in Mindens Supermärkten setzte sich eine Achtklässlerin auseinander. Eine weitere Teilnehmerin aus dem achten Jahrgang führte im Rahmen des Drehtürprojekts mit einer Schülergruppe ein Experiment durch, um den Zusammenhang zwischen „Schlafmangel und Konzentration“ zu erforschen. Ebenso befragte eine Achtklässlerin ihre Mitschülerinnen, um herauszufinden, ob und inwiefern Schülerinnen mit Migrationshintergrund an Schulen benachteiligt sind.

Das Publikum aus Eltern, Verwandten, Freunden, Klassenkameraden und Lehrerinnen und Lehrern der kleinen Experten war von den sehr verschiedenen, aber durchweg sehr spannenden Themen begeistert. Es war schon erstaunlich und vor allem erfreulich zu sehen, mit welch interessanten und völlig verschiedenen Themen sich die Schülerinnen und Schüler freiwillig und selbstständig beschäftigten und welch wissenschaftliche Erkenntnisse das Publikum an diesem Abend gewinnen konnte.

Mit allen Vorträgen gaben die Referentinnen und Referenten dabei nicht nur einen Einblick in ihre breit gefächerten Interessensgebiete, sondern auch in ihre oft erstaunliche Leistungsfähigkeit, ihre Motivation und ihre erfolgreich erworbenen und angewandten Lernstrategien. Gerade Letzteres zu vermitteln war das Ziel des Projektes, das in Kooperation mit dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung am Herder-Gymnasium durchgeführt wurde.

Nach getaner Arbeit durften unsere zurecht stolzen Expertinnen und Experten dann am Ende des gelungenen Abends alle mit bester Laune unter dem Applaus der Zuhörenden ihre Urkunden über die erfolgreiche Teilnahme am „Forder-Förder-Projekt“ entgegennehmen.

Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihrem Erfolg: Herzlichen Glückwunsch!

Nun freuen wir uns auf die nächste Runde des „Forder-Förder-Projekts“, die für einige Schülerinnen und Schüler der jetzigen fünften Klassen nach den Sommerferien starten wird. Alle interessierten Eltern und Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs haben die Gelegenheit nähere Informationen über dieses Projekt, aber auch über andere bestehende Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler am Herder-Gymnasium im Rahmen eines Informationsabends zu erhalten, zu dem wir alle Eltern und Kinder der jetzigen fünften Klassen kurz vor den Sommerferien rechtzeitig einladen werden.

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