„A Sky full of stars“
Sommerkonzert am Herder-Gymnasium
„Summer is going to stay“: Mit dieser Liebeserklärung an die warme Jahreszeit aus dem Kanon „Spring, Spring, Spring“ eröffnen die Herder-Singers saisonal passend das diesjährige Sommerkonzert des Herder-Gymnasiums in der gut gefüllten Schulaula. Daraufhin beeindruckt Clara Dadkoush mit einem technisch ausgesprochen anspruchsvollen Satz aus dem 9. Violinkonzert von Charles de Beriot. Romantisch bleibt es auch mit der Schubert-Sonate, die sie später zusammen mit ihrer Schwester Laura gekonnt darbietet.
Enya Drexelius und Ida Voß singen den musikalischen Dialog in „The Space Between“ nicht einfach nur, sie führen ihn szenisch auf. Das verweist auf die filmmusikalische Herkunft dieses Songs aus „Descendants“.
David Rapp (Cello) und Kuoran Bai (Piano) spielen Saint-Saens‘ „Schwan“ – welch ein geradezu meditativ-musikalischer Eindruck des dahingleitenden Tieres!
Asmina Renneberg beweist ihr musikalisches Können gleich auf drei Ebenen: Sie singt ihre eigene Komposition „Poor Unfortunate Souls“ und begleitet sich dabei selbst am Klavier.
Bach auf dem E-Piano? Der Cembalo-Sound passt musikhistorisch einwandfrei zum „Magnificat“, gesungen von Leonard Doormann; diesmal liefert David Rapp den Generalbass auf dem Cello.
Dann nimmt der Sänger von eben Platz am Klavier und schöpft aus dem Vollen, wenn er anhand des G-Moll-Preludes von Rachmaninov zeigt, was romantische Klaviermusik auch dynamisch bedeuten kann.

Den vollen Klang eines großen Vokalensembles bietet ebenfalls die Kombination aus Q1-Vokalpraxiskurs und den Herder-Singers mit dem hymnischen „Look at the world“, bevor das Orchester den Schlusspunkt setzt: Ein Michael-Jackson Medley entführt in die frühen Achtziger. Ausschnitte aus verschiedenen Filmmusiken zeigen einmal mehr, dass Musik in Kombination mit Bild ein großes Publikum erreicht. Das Publikum vor Ort ist zum Abschluss gefordert, um dem titelgebenden Coldplay-Song eine ganz besondere Note zu verleihen: „A Sky full of Stars“ singen und spielen am Ende alle zusammen.
Besonderer Dank geht zum einen an die souverän begleitende Licht- und Tontechnik sowie an Nina Doormann und Annalena Klee, die mit großem Engagement die musikalische Leitung der darbietenden Ensembles verantworten.
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