Tatort teutolab
MINT-Schwerpunkt-Klasse 7a auf Spurensuche
Kriminalistik-Workshop im teutolab Chemie der Universität Bielefeld
Blutspuren auf einem Teppich, ein zerbrochenes Weinglas, verdächtige Geldscheine, ein Scheck und ein geheimnisvoller Fußabdruck – was war hier passiert? Für unsere MINT-Schwerpunktklasse 7a wurde ein Besuch im teutolab Chemie der Universität Bielefeld zu einem echten Kriminalfall.
Am Morgen machte sich die Klasse mit dem Zug von Minden auf den Weg nach Bielefeld. An der Universität angekommen, wurden wir von einer Mitarbeiterin der Chemie-Fakultät abgeholt und ins teutolab Chemie begleitet. Nach einer kurzen Einführung hieß es dann: Kittel an, Schutzbrille auf – und ermitteln!
Denn auf die Schülerinnen und Schüler wartete kein gewöhnlicher Chemieunterricht, sondern ein aufwendig inszenierter Escape-Room. Ein vermeintlicher Überfall musste aufgeklärt werden. Am Tatort fanden sich zahlreiche Spuren: rote Flecken auf einem Teppich, ein zerbrochenes Weinglas, Geldscheine, ein Scheck und ein Fußabdruck. Drei Tatverdächtige kamen infrage: Kurt Knacker, Lisa Langfinger und Bernd Brecheisen. Doch wer von ihnen hatte etwas mit den verdächtigen Spuren am Tatort zu tun? Um den entscheidenden Code zur Lösung des Falls zu knacken, mussten unsere Nachwuchskriminalistinnen und -kriminalisten drei verschiedene Labore durchlaufen.
Labor 1: Fingerabdrücke unter der Lupe
Im Fingerabdrucklabor erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, warum Fingerabdrücke so einzigartig sind und wie sie in der Kriminalistik zur Identifizierung genutzt werden. Dann wurde selbst ermittelt: Mit Graphitpulver sicherten sie Fingerabdrücke vom Weinglas, von Geldscheinen und vom Scheck. Anschließend mussten die gefundenen Spuren mit den Fingerabdrücken der Tatverdächtigen verglichen werden.
Natürlich durfte auch ein Selbstversuch nicht fehlen: Die jungen Ermittlerinnen und Ermittler nahmen ihre eigenen Fingerabdrücke und verglichen sie miteinander.
Labor 2: Ist das wirklich Blut?
Besonders spannend wurde es im Spurensicherungslabor. Die roten Flecken auf dem Teppich vom Tatort mussten untersucht werden: War das tatsächlich Blut? Mithilfe verschiedener Luminol-Versuche gelang es den Schülerinnen und Schülern, die verdächtige Spur genauer zu analysieren. Das Ergebnis brachte die Ermittlungen einen wichtigen Schritt voran.
Doch damit nicht genug: Auch die Kleidung der Tatverdächtigen wurde auf mögliche Schmauchspuren untersucht. Bei den entsprechenden Experimenten wurde schnell klar, dass Chemie durchaus spektakulär sein kann – hier hat es ordentlich geknallt!
Labor 3: Falschgeld, Scheck und eine verräterische Schuhspur
Im dritten Labor standen mögliche Fälschungen im Mittelpunkt. War der am Tatort gefundene Scheck echt? Durch die Untersuchung der verwendeten Tinte versuchten die Schülerinnen und Schüler herauszufinden, ob daran manipuliert worden war. Auch die Geldscheine wurden mit verschiedenen chemischen Verfahren auf ihre Echtheit überprüft.
Und dann war da noch der Fußabdruck: Die Spur wurde mit Gips ausgegossen und anschließend mit den Schuhen von Kurt Knacker, Lisa Langfinger und Bernd Brecheisen verglichen. Stück für Stück setzte sich das Puzzle zusammen.
Fall gelöst!
Nach drei Laboren, zahlreichen Experimenten und jeder Menge gesicherter Spuren hatten die Teams schließlich genügend Hinweise gesammelt. Der Code war geknackt – und die vermeintliche Täterin konnte überführt werden.
Doch der Fall nahm noch eine überraschende Wendung: Ein echtes Verbrechen hatte es gar nicht gegeben. Was zunächst wie ein Überfall ausgesehen hatte, entpuppte sich am Ende als misslungener Streich.
Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Tag trotzdem ein voller Erfolg. Sie konnten nicht nur selbst experimentieren, sondern ganz unmittelbar erleben, wie chemische Verfahren in der Kriminalistik eingesetzt werden. Beobachten, Vermutungen aufstellen, Spuren untersuchen, Ergebnisse vergleichen und daraus Schlussfolgerungen ziehen – naturwissenschaftliches Arbeiten wurde hier zu echter Detektivarbeit.
Ein großes Dankeschön geht an das Team des teutolab Chemie der Universität Bielefeld, das den Kriminalfall mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und unsere Schülerinnen und Schüler fachkundig und engagiert durch die Labore begleitet hat.
Ein spannender Tag, an dem Chemie nicht nur lehrreich war, sondern zu einem echten Abenteuer wurde!
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