Logo Erasmus+ am Herder-GymnasiumVier Tage Brüssel, europäische Politik hautnah und jede Menge neuer Eindrücke: Vom 13. bis 16. Juli 2026 machte sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der AGs Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und UNESCO im Rahmen von Erasmus+ auf den Weg in die belgische Hauptstadt. Im Mittelpunkt der Reise standen Europa, Demokratie, interkultureller Austausch – und natürlich das gemeinsame Erleben einer faszinierenden Stadt. Europa beginnt nicht irgendwo – sondern vor Ort.

Am Montagmorgen startete die Gruppe am Mindener Bahnhof. Mit Gepäck, Proviant und viel Vorfreude ging es Richtung Brüssel. Schon die gemeinsame Anreise bot Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich außerhalb des gewohnten Schulalltags besser kennenzulernen.

Sustainable Development Goals dargestellt anhand der SchlümpfeNach der Ankunft bezog die Gruppe das Hostel Van Gogh. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht: Brüssel wartete darauf, entdeckt zu werden. Bei einem ersten Rundgang durch die Stadt sammelten die Schülerinnen und Schüler Eindrücke von der belgischen Hauptstadt und bekamen ein Gefühl dafür, wie europäische Vielfalt im Alltag aussehen kann. Unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Lebensweisen treffen hier aufeinander – genau das, was Erasmus+ erlebbar machen möchte.

Den ersten Tag ließ die Gruppe bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Dabei wurde schnell deutlich: Eine solche Fahrt ist nicht nur eine Reise zu einem anderen Ort, sondern vor allem eine gemeinsame Erfahrung.

Wo Europa Politik macht

Verschieden farbige Hände und Arme tragen die Weltkugel mit der der Europaflagge, auf der eine Friedenstraube sitzt.Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Europäischen Union. Am Vormittag besuchte die Gruppe das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. Interaktive Stationen und multimediale Angebote machten die Geschichte Europas und die Arbeitsweise der Europäischen Union anschaulich. Dabei wurde deutlich, dass Europa weit mehr ist als ein Zusammenschluss von Staaten: Die EU ist ein politischer und gesellschaftlicher Raum, in dem gemeinsame Entscheidungen getroffen und unterschiedliche Interessen miteinander ausgehandelt werden.

Am Nachmittag ging es dann direkt ins Europäische Parlament. Für die Schülerinnen und Schüler war es besonders spannend, einen Ort kennenzulernen, an dem Entscheidungen getroffen werden, die auch ihren eigenen Alltag beeinflussen.

Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit der Europaabgeordneten Verena Mertens aus Paderborn. Im persönlichen Gespräch konnten die Jugendlichen Fragen stellen und Einblicke in die Arbeit einer Abgeordneten gewinnen. Dabei ging es nicht nur um europäische Politik, sondern auch um die Frage, wie junge Menschen ihre Zukunft in Europa mitgestalten können.

Gruppenbild mit der EU-Abgeordneten Verena MertensGerade für die AGs Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und UNESCO war dieser Austausch besonders passend. Demokratie, Menschenrechte, Vielfalt und gegenseitiger Respekt sind keine abstrakten Begriffe, sondern Themen, die uns alle betreffen – und die nur funktionieren, wenn Menschen bereit sind, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.

Brüssel entdecken – Europa erleben

Historische Gebäude und moderne europäische Institutionen, kleine Straßen und große Plätze, belgische Spezialitäten und ein internationales Publikum: Brüssel verbindet Gegensätze und macht dadurch europäische Vielfalt besonders sichtbar.

Natürlich durfte auch die gemeinsame Freizeit nicht fehlen. Zwischen Besichtigungen, Gesprächen und kulinarischen Entdeckungen blieb genügend Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und die Erlebnisse der vergangenen Tage miteinander zu teilen.

Vier Tage, die bleiben

Am Donnerstag hieß es schließlich: Koffer packen und Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken machte sich die Gruppe auf den Rückweg nach Minden.

Gruppenfoto mit EU-Flagge und SoR-SmC-Banner

Was bleibt von der Reise? Sicherlich viele Erinnerungen an Brüssel, gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen. Vor allem aber neue Perspektiven auf Europa. Erasmus+ ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, andere Kulturen kennenzulernen und Europa nicht nur aus Büchern oder dem Unterricht zu kennen, sondern selbst zu erleben.

Die Reise hat gezeigt: Europa ist nicht nur ein politisches Projekt – Europa lebt von Begegnungen.

Wer andere Menschen, Kulturen und Sichtweisen kennenlernt, entwickelt Verständnis füreinander und entdeckt gleichzeitig neue Perspektiven auf die eigene Welt. So wurde aus vier Tagen in Brüssel weit mehr als eine Klassenfahrt: eine Reise zu neuen Horizonten – und ein Stück gelebtes Europa.

Gruppenfoto vor dem Atonium

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