Entdeckungstour bei Follmann
Wie entstehen eigentlich Produkte in einem Chemieunternehmen? Was passiert in einem echten Labor? Und wie schmeckt ein Getränk, das man selbst im Reagenzglas zusammen gemischt hat? Diesen und vielen weiteren Fragen konnte unsere MINT-Schwerpunkt-Klasse 7 bei einer spannenden Exkursion zu Follmann Chemie in Minden auf den Grund gehen.
Am 16. September 2026 machten sich 27 Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu Follmann. Vier Stunden lang hieß es dort: entdecken, experimentieren, ausprobieren – und staunen!
Chemie und Produktion hautnah
Aufgeteilt in drei Gruppen durchliefen die Schülerinnen und Schüler drei unterschiedliche Stationen. Bei einer Werksführung erhielten sie zunächst einen Einblick in die Arbeit eines modernen Chemieunternehmens. Welche Produkte werden bei Follmann hergestellt? Wo kommen sie später zum Einsatz? Wie werden Rohstoffe und fertige Produkte gelagert? Und warum werden bestimmte Arbeitsschritte automatisiert?
Dabei wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Bereiche zusammenspielen müssen, bis aus einer Idee schließlich ein fertiges Produkt wird. Auch das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielte eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Anstrengungen das Unternehmen unternimmt und welche Investitionen notwendig sind, um die Produktion möglichst klimaneutral zu gestalten.
Kittel an, Schutzbrille auf – ab ins Labor!
Besonders spannend wurde es im Labor. Ausgestattet mit Laborkittel, Schutzbrille und Handschuhen durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und an drei verschiedenen Projekten arbeiten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende von Follmann begleiteten die jungen Forscherinnen und Forscher und erklärten geduldig, was bei den Experimenten zu beobachten war. Unter anderem stellten die Schülerinnen und Schüler aus zwei Aus- gangsstoffen Kalk her und zersetzten diesen anschließend mithilfe einer Säure wieder. Dabei konnten sie mit Pipetten, Waagen, Bechergläsern und weiteren Laborgeräten arbeiten – für viele eine ganz neue Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler haben nämlich erst seit diesem Schuljahr das Unterrichtsfach Chemie und einige von ihnen haben auch eine Chemie-AG gewählt.
Riechen, mischen, probieren
Auch an der dritten Station waren die Sinne gefragt. Bei einer Geruchschallenge mussten acht verschiedene Düfte erkannt und den passenden Geruchsplättchen zugeordnet werden. Gar nicht so einfach, wie sich schnell herausstellte! Noch größer war die Begeisterung beim zweiten Experiment: Mit Trinkwasser, Lebensmittelfarbe und verschiedenen Geschmacksstoffen entstanden kleine, knallbunte Getränke im Reagenzglas. Und diesmal durfte das Ergebnis des Experiments sogar probiert werden. Für viele Schülerinnen und Schüler war das eines der Highlights des Tages.
Vielleicht ein Arbeitsplatz für später?
Nach so viel Forscherarbeit wartete zunächst ein reichhaltiges Buffet auf die Klasse. Zum Abschluss berichteten zwei Auszubildende über die Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten bei Follmann und informierten darüber, dass Schülerinnen und Schüler das Unternehmen auch im Rahmen eines Praktikums kennenlernen können. So wurde aus der MINT-Exkursion gleichzeitig ein kleiner Einblick in mögliche berufliche Zukunftswege.
Nach vier abwechslungsreichen Stunden fiel das Fazit unserer MINT-Klasse eindeutig aus:
spannend, überraschend und definitiv einen Besuch wert. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler davon, wie offen und freundlich sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern empfangen und durch den Tag begleitet wurden. Und vielleicht hat Follmann an diesem Vormittag sogar schon einen zukünftigen Mitarbeiter kennengelernt. Denn ein Schüler brachte seine Begeisterung am Ende ziemlich eindeutig auf den Punkt: „Ich will auf jeden Fall später hier arbeiten!“
Ein großes Dankeschön an das gesamte Team von Follmann Chemie für die herzliche Betreuung, die vielen Einblicke und vor allem dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur zuschauen, sondern selbst ausprobieren, experimentieren und entdecken durften.
Eine rundum gelungene MINT-Exkursion!
