START     SCHULE     MENSCHEN     UNTERRICHT     SERVICE

Der Sowi-Grundkurs von Frau Lehmkuhl, der Geschichte-Grundkurs von Herrn Plato sowie Redakteure der Radio-AG von Herrn Hansing waren am 28. Januar auf einer eintägigen Fahrt ins ehemalige KZ Neuengamme im Süden Hamburgs.

Bei nass-kaltem Wetter wurde den Schülerinnen und Schülern während des fünfstündigen Aufenthalts gezeigt, wie die Häftlinge eingepfercht in Güterwaggons (Foto) auf dem 1943 errichteten KZ-Bahnhof ankamen und auf welch menschenverachtende Weise sie im Lager behandelt worden sind: Hunger, schwere Arbeit, mangelnde Hygiene sind nur einzelne Stichworte.


In der Dauerausstellung hatten die Herderaner dann die Gelegenheit, selbst einige Biografien von Häftlingen zu lesen. Bei ihrer Lektüre stießen die Schüler dann auch auf die Lebensläufe von Insassen der drei Portaner Außenlager des Neuengammer Hauptlagers, beeindruckend waren beispielsweise die Zeichnungen von Agnes Lukasz, einer ungarischen Jüdin, die sowohl Auschwitz als auch das Hausberger Frauenlager am Frettholzweg überlebt hat. Erschrocken waren die Schüler angesichts der lebensbedrohlichen Arbeitsbedingungen, unter denen die KZ-Häftlinge Ton ohne jeglichen Maschineneinsatz („Vernichtung durch Arbeit“) abbauen und Klinker für Hitlers Traum einer neuen Stadt Hamburg produzieren mussten. Im Haus des Gedenkens standen alle Besucher dann fassungslos vor den meterlangen Stoffbahnen mit den Namen von 23.000 Verstorbenen des Neuengammer Lagers.

Dank der Fördergelder des Landes NRW für KZ-Gedenkstättenfahrten konnten die Herderaner die Gedenkstätte Neuengamme per Bus erreichen.


Holger Hansing, Martin Plato und Stefanie Lehmkuhl

 

Impressum Datenschutzerklärung
Joomla templates by a4joomla