Die beiden Literaturkurse der Q1 waren Anfang Juli 2019 unterwegs, um die Wirkungsorte von Annette von Droste-Hülshoff im Münsterland zu erkunden.

Zunächst ging es ins Haus Rüschhaus, in dem die westfälische Dichterin u.a. die Novelle Die Judenbuche (1842 im Morgenblatt für gebildete Leser veröffentlicht) verfasst hat. Ins Rüschhaus zog die Autorin im Jahr 1836 zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Tochter, nachdem der Vater verstorben war und ihr Bruder mit seiner Frau die elterliche Burg Hülshoff (5 km vom Rüschhaus entfernt) geerbt hatte. In der damaligen Gesellschaft war die Droste als schreibendes adliges Freifräulein nicht anerkannt, sodass sie männliche Helfer bei ihren Publikationen brauchte. Annette von Droste-Hülshoff äußerte aufgrund dessen den Wunsch: ,,Ich will in 100 Jahren gelesen werden." In ihrem Arbeitszimmer, dem sogenannten Schneckenhäuschen, hingen die Fotos ihrer Verwandten und Freunde, u.a. auch das Bild der Mindener Autorin Elise Rüdiger (auf dem Foto ganz links).  Anschließend fuhren die Kurse weiter zum Burg Hülshoff, wo sie mithilfe eines Audioguides das Droste-Museum erkundeten, um abschließend den Park des Adelssitzes von einer Gästeführerin im Biedermeisterkostüm gezeigt zu bekommen. Die Busfahrt wurde von der NRW-Stiftung dankenswerterweise gefördert. 

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