20 | 11 | 2018

Anfang Juli 2018 sind die beiden Biologie-Leistungskurse (Drö, Has) der Q1 nach Mettmann gefahren, um dort den Fundort des Neanderthalers zu erkunden. Während einer Führung lernten die Schülerinnen und Schüler den Ort kennen, wo 1856 im 800 m langen Neanderthal der

Zufallsfund des ,,Urmenschen" von Arbeitern des dortigen Kalksteinbruches gemacht wurde. In einer Höhle der 60 m  hohen Felswand entlang der Düssel wurden 16 Knochen des Neanderthalers, der vor 40.000 Jahren ausgestorben ist, entdeckt. Im heutigen Neanderthalmuseum lernten die Leistungskursschüler viel über den Körperbau und die Lebensweise der Neanderthaler kennen: Beispielsweise konnten Neanderthaler vermutlich innerhalb von 20 Minuten aus einer Feuersteinknolle das wichtigste Werkzeug der Eiszeit herstellen, den Faustkeil. Wir würden -wie experimentelle Archäologen ermittelt haben - 3 Monate lang täglich 8 Stunden an der Faustkeil-Erstellung sitzen, weil wir die Technik des korrekten Abschlagens mit dem Geweih nicht beherrschen. In der Steinzeitwerkstatt mit ihren über 100 Kopien von fossilen Menschenschädeln lernten die Schüler das genaue Beobachten von Schädelmerkmalen und das Einordnen von Hominiden-Schädeln in einen Stammbaum bzw. Menschenstrom kennen. Einer der Schädel stammte vom sogenannten Flores-Menschen, der auch als Hobbit bezeichnet wird, weil er nur 1 m groß ist und aufgrund seiner Isolation auf der Insel Flores eine Inselverzwergung vermutlich des Homo erectus (aufrechter Mensch) darstellt.