21 | 08 | 2018

 Die Umwelt-AG hat einige Raupen des heimischen Distelfalters erworben, damit ihr die Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling an diesem Beispiel beobachten könnt. Die Raupen findet ihr ab Donnerstag, dem 7.Juni 2018, in der

Glasvitrine zwischen dem Biologieflur und dem Treppenhaus. Dort hängt auch ein Steckbrief des Schmetterlings als weitere Informationsquelle für euch aus. Hier ein paar Infos zur Metamorphose (Verwandlung) des Distelfalters: 3-5 Wochen werden die Distelfalter-Raupen wachsen und sich dann verpuppen. Dazu hängen sie sich an den Deckel des Bechers. Die Puppen entwickeln sich innerhalb von 1 bis 2 Wochen zum Schmetterling. Während dieser Verwandlung zappeln die Puppen, wenn sie gestört werden. Das plötzliche Zappeln soll Feinde abschrecken. Wenn ihr beobachtet, dass sich die Puppe dunkel verfärbt, dann wird der Schmetterling wahrscheinlich noch am selben Tag schlüpfen. Durch die Tracheen (kleine Atemlöcher im Körper) lässt die Puppe Luft einströmen, sodass der erhöhte Luftdruck die Puppenhülle aufbricht. Der Schmetterling klettert dann mit weichen, zerknitterten Flügeln aus der aufgebrochenen Puppenhülle. Der Falter pumpt Insektenblut (Hämolymphe) in die Adern seiner Flügel und breitet sie dadurch aus. Ein bis zwei Stunden nach dem Ausschlüpfen haben die Flügel ihre volle Größe erreicht und sind ausgehärtet. Jetzt ist der Falter flugbereit. Nach dem Schlüpfen muss der Schmetterling die beiden Hälften seines noch weichen Rüssels miteinander verbinden, damit sich nach dem Aushärten ein Saugrüssel ergibt, der wie ein Strohhalm zum Nektartrinken genutzt werden kann. Bevor der Falter trinkt, riecht er mit den Fühlern am Nektar und testet den Geschmack mit den Vorderbeinen. Da der Distelfalter ein Wanderfalter ist, kann er viele Kilometer auf der Nahrungssuche zurücklegen. Wir setzen den Falter auf unseren beiden Blühstreifen (Fotos: MArgeriten, Ferkelkraut, Halbschmarotzer Klappertopf) an der Robert-Koch-Straße aus, damit er genügend Nektar findet. Wenn du unseren heimischen Schmetterlingen helfen möchtest, dann kannst du in eurem Garten eine Blumenwiese mit vielen blühenden Pflanzen aussäen, heimische Sträucher (z.B. Faulbaum für den Zitronenfalterraupe) pflanzen und eine Brennnessel-Ecke (Raupenfutterpflanze für 50 verschiedene Falterarten) anlegen.