25 | 05 | 2017

Am Freitag, dem 3. März 2017, hat die Umwelt-AG den 1. Klimagipfel für Schüler im Bad Oeynhausener Kinocenter besucht. Nach der Busfahrt warteten spannende Vorträge von namhaften Klimaexperten (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, Klimahaus Bremerhaven, Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung) sowie hochkarätig besetzte

Talkrunden (Landrat, Kreisumweltamt, Klimaschutzmanager, Klimabündnis) auf die Schülerinnen. Ein zweistündiges Live-Experiment hat gezeigt, dass ein höherer Kohlenstoffdioxidgehalt in einem verschlossenen Aquarium die Temperatur um 20 Grad Celsius höher steigen lässt als in der Durchschnittsatmosphäre. Außerdem hat sich der Moderator des Klimagipfels in einem original Antarktis-Kälteschutzanzug mit einer Wärmebildkamera neben seinem nicht isolierten Kollegen (Foto) filmen lassen, sodass alle anwesenden 500 Schülerinnen und Schüler im Kinosaal die extrem gute Isolierung nachvollziehen konnten. In der Pause gab es dann ein möglichst klimaneutrales und sozial verträgliches Frühstück in Form von Äpfeln aus der Region, Brötchen einer heimischen Bäckerei, Fairtrade-Bananen sowie CO2-neutral hergestelltem Speiseeis. Aber während der Pause wurde nicht nur gegessen, Paula Gattner hat auch noch ein kurzes Interview (Foto unten) mit dem Geophysiker Dr. Klaus Grosfeld vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung geführt, in dem er u.a. über seine dreimonatigen Forschungen auf dem Schelfeis der Antarktis berichtet (Hier hört ihr das Interview). Aus der Analyse der in Eisbohrkernen eingeschlossenen Luft (Klimaarchiv), die 850.000 Jahre alt ist und aus 3 km Tiefe unter der Antarktis stammt, haben die Experten des Instituts ermittelt, dass wir Menschen den Kohlenstoffdioxidgehalt um das 100-fache schneller verändert haben als dies natürlicherweise in der Vergangenheit (Übergänge zwischen Eis- zu Warmzeiten) geschehen ist. Welche Fakten hat die Umwelt-AG noch erfahren? Im Jahr 2070 wird es vermutlich kein Eis mehr am Nordpol (Arktis) geben und wenn nur das Eis auf Grönland schmilzt, dann erhöht sich der globale Meeresspiegel um 5 Meter. Derzeit produziert jeder Deutsche ca. 10 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr, ein Inder ca. 1 t und ein Mosambikaner nur 0,2 t. Um das Klimaziel (globale Temperaturerhöhung um max. zwei Grad Celsius) erreichen zu können, darf jeder Mensch im Jahr 2050 maximal 1,5 t Kohlenstoffdioxid erzeugen. Die Südhalbkugel spürt die Folgen des Klimawandels schon jetzt viel stärker als der der Norden, da im Süden extreme Dürren und Überschwemmungen auftreten. Auf der Nordhalbkugel werden die Sommer zukünftig heißer und trockener (Sommer 2003 als Normalfall: Hitzestress), die Alpengletscher werden komplett abschmelzen, Starkregenereignisse werden sich häufen und einige Tropenkrankheiten werden auch in Mitteleuropa auftreten. Wenn ihr weitere Infos zu dem Thema haben möchtet, dann schaut doch mal hier:

www.reklim.de

www.yourlittleplanet.de

www.planet1st.de