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Kurz vor dem Schuljahresende haben der Hospizkreis Minden e.V. und das Herder-Gymnasium mit einem Kooperationsvertrag die langjährige Zusammenarbeit auf eine neue Basis gestellt.

Der 1. Vorsitzende des Hospizkreises, Gerd Trysna, und Helmut Dörmann, Koordinator des Hospizkreises, sowie Heike Plöger als Schulleiterin und Mareike Kopmann, gemeinsam mit Sabine Niedermeyer am Herder-Gymnasium für die Zusammenarbeit verantwortlich, unterzeichneten den Vertrag.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hospizkreis hatte im Rahmen der Projekttag Ende April ein weiteres Standbein gewonnen. Sterben, Tod und Trauer – das waren Themen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Herder-Gymnasiums Minden in dem Projekt „Zeit zu Leben - Zeit zu sterben“ intensiv über zwei Tage hinweg auseinandergesetzt hatten.

In einem Artikel für das Magazin des Hospizkreises hatten Phil Bartels, Enno Buhrmester, Jona-Luke Horn, David Rempel, Schüler der Jahrgangsstufe 9 über das Projekt berichtet und geurteilt, dass sie sich sehr intensiv mit den vielfältigen Fragen und Gedanken um den Prozess der Sterbens hätten auseinandersetzen können. „Durch das Projekt fällt es nun vielen leichter, sich mit dem Sterben und dem Tod zu beschäftigen und auch darüber zu sprechen.“

Insgesamt wurde im Kontext der Projekttage deutlich, dass das Projekt „Zeit zu leben – Zeit zu sterben. Die Erfahrung von Sterben, Tod und Trauer“ einen originären Beitrag der UNESCO-Projekttage im Rahmen der Säule „Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt“ darstellt und zusammen mit anderen Projekten wichtige Leitmotive des UNESCO-Gedankens konkretisieren kann: „Was bedeutet es, gut zu leben? Wie gestalten Menschen in einer pluralistischen, kulturell vielfältigen und nachhaltigen Welt selbstbestimmt und verantwortungsbewusst ihr Leben?"

Der Hospizkreis Minden begleitet und unterstützt seit über 20 Jahren Schulen im Bereich Sterben, Tod und Trauer. Er bietet Unterrichtsbesuche, Tagesfortbildungen und individuelle Projekte an. Außerdem stehen fachlich geschulte Mitarbeiter Schulen in Krisensituation zur Seite. Die Zusammenarbeit mit dem Herder-Gymnasium greift das Projekt „Hospiz macht Schule“ der Bundes-Hospiz-Akademie auf. Helmut Dörmann und Elvira Gahr als Koordinator*innen des Hospizkreises arbeiten mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche mit dem Thema "Tod und Sterben" nicht allein zu lassen. Im geschützten Rahmen sollen sie vielmehr die Möglichkeit bekommen, alle Fragen, die sie zu den Themen bewegen, zu stellen und auszudrücken und so gut wie möglich auch offen und transparent beantwortet zu bekommen.

Die thematische Zusammenarbeit zwischen Schule und Hospizkreis im Unterricht der Fächer Praktische Philosophie und Religion kann durch die Projektarbeit im Rahmen der UNESCO-Projekttage somit sinnvoll vertieft werden.


Heribert Walber

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