START     SCHULE     MENSCHEN     UNTERRICHT     SERVICE

Nach den Osterferien stellten die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses MINT digital ihren Lehrern, den

Kooperationspartnern (WAGO, eHer-Verein, MakerSpace Minden) und der Schulleitung die Ergebnisse ihrer Arbeit live und per Videokonferenz vor.

Sechs verschiedene Projekte im Bereich von physical computing waren seit August 2020 entstanden. Leider waren einige Projektnachmittage coronabedingt ausgefallen, aber in diesen Zeiträumen des Distanzlernens konnten die meisten Schülergruppen auch zu Hause weitertüfteln und programmieren, da der eHer-Verein dankenswerterweise für eine ideale Materialausstattung gesorgt hatte.

Ein Projekt war die Intelligente Futterstation, bei der ein Tier mit einem Chip ausgestattet wird, sodass die richtige Menge an Futter und Wasser ausgegeben wird. Der Tierhalter erhält von der selbst programmierten Station eine Benachrichtigung, wenn der Futtervorrat aufgebraucht ist.

Ein anderes sehr komplexes Projekt verfolgte das Ziel mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) auf alle möglichen Fragen eine gesprochene Antwort in Satzform akustisch ausgeben zu können.
Dazu musste über eine Spracherkennung die Frage in Text umgewandelt werde, der Frageinhalt analysiert, die Antwort ermittelt, ein vollständiger Satz gebildet und schließlich nach einer „Text-to-Speech“-Konvertierung der Antwortsatz über einen Lautsprecher ausgegeben werden. Die Antworten wurden über ein neuronales Netz aus dem Textdatensatz der englischsprachigen Wikipedia gewonnen. Die Spracherkennung und -generierung erfolgte über Google-Dienste.
Die Schülergruppe erntete sehr erstaunte Gesichter, als einer ihrer Mitschüler spontan nach der Motorausstattung eines speziellen Automodells fragte und die KI tatsächlich die korrekte Lösung aussprach.

Ein sehr praktisch ausgerichtetes Projekt war der Cleaning-Roboter für das Schulforum, der nach einer Objekterkennung Müll aufsammeln kann. Mithilfe des Rasperry Pi und Ultraschallsensoren konnten sowohl Hindernisse als auch weggeworfenen Bäckertüten erkannt werden, die dann per Greifarm aufgesammelt wurden.

Ein 3-D-Tisch wurde von drei Schülern mithilfe eines 3-D-Druckers erstellt: Auf der Tischoberfläche sollten 20 Stifte mit Elektromotoren koordiniert hoch- und herunterfahren, um eine rollende Kugel selbstständig auf dem Tisch halten zu können.

Ein Portabler E-Ink-Viewer wurde von einer anderen Dreiergruppe programmiert: Hierbei ging es darum, dass der Viewer über das WLAN immer mit den aktuellen Beschriftungen versehen werden kann, sodass ein Schild z.B. im Gebäude sehr flexibel eingesetzt werden kann.

Ein Robotergreifarm (Foto unten), der kleine Kartonrollen, nach Farben sortiert, an unterschiedliche Positionen transportierte, wurde von einer Gruppe zuerst in einem CAD-Programm konstruiert, dann mit einem 3D-Drucker gefertigt und schließlich mit selbst erstellter Software über Arduinos gesteuert.



Insgesamt erhielten die zwanzig SchülerInnen sehr positive Rückmeldungen zu ihren ambitionierten Projekten, insbesondere die externen Kooperationspartner gaben dabei differenzierte Anregungen zu denkbaren Lösungsmöglichkeiten von noch vorliegenden Umsetzungsproblemen. Es wurden aber auch viel anerkennendes Feedback an die Schülergruppen weitergegeben, das widerspiegelte, dass die gefundenen Programmier- und Konstruktionslösungen bereits gute Anwendungsmöglichkeiten darstellen.

Im kommenden Schuljahr wird es sogar für SchülerInnen ohne Programmierkenntnisse einige spannende Möglichkeiten für die Teilnahme am Projektkurs MINT DIGITAL geben, wie z.B. Konstruktion von 3-Objekten, Modellierung einer Augmented Reality, Sammlungsobjekte zum Sprechen bringen, Datenerfassung in Kooperation mit dem Geoservice der Stadt Minden.

 

 

Holger Hansing

Impressum Datenschutzerklärung
Joomla templates by a4joomla